Die grüne Lunge der Stadt.
Sommer in der Stadt. Fröhliche Menschen in den Straßencafés, südländische Gelassenheit, lange Abende. Aber auch: staubige, trockene Luft, Verkehrslärm, Abgase, die einem den Atem rauben. So sehr wir das Stadtleben genießen, ist es doch wie der Eintritt ins Paradies, wenn wir uns in den Schatten der Bäume begeben.
Im Umfeld der Ballungsräume – insbesondere München und Nürnberg – erfüllt der bayerische Staatswald lebenswichtige Funktionen für Klima und Erholungswert. Folgerichtig sind mehr als 90.000 Hektar Wald der Bayerischen Staatsforsten als Klimaschutz-, mehr als 40.000 Hektar als Immissionsschutzwald ausgewiesen. Aber was macht den Wald so nützlich für die Stadt? Da ist zunächst der Klimaschutz. Der Wald wirkt ausgleichend auf seine Umgebung. An heißen Tagen, wenn die erhitzte Luft über den Häuserschluchten aufsteigt, strömt aus den Wäldern reine, kühle Luft in die Städte.
Auch im Immissions- und Lärmschutz ist der Wald ein Multitalent: Er bildet eine wirksame Schallschutzmauer gegen den Straßenlärm, er filtert Schwebstäube aus der Luft und sorgt für die verstärkte Sedimentation (= Ablagerung) von Stäuben. Er absorbiert Gase, kämmt schadstoffhaltige Wassertröpfchen aus und sorgt für Thermik und Turbulenz, also für Luftbewegung. Als stadtnahe Naturzuflucht bietet er den Bewohnern außerdem wichtige Erholungsmöglichkeiten als Kontrastprogramm zum Asphalt-Stress. Bestes Beispiel: Der Forstenrieder Park südlich von München, der vorbildlich für die soziale Funktion der Wälder in den Bayerischen Staatsforsten steht.

